Ein Wochenende in München

Königliche Schlösser, alte Meister für 1 € am Sonntag, Biergärten und die Alpen am Horizont.

Geprüft am 13. Oktober 2026

Die beiden Zwiebeltürme der Frauenkirche über den Dächern Münchens

In Münchens kompakter Innenstadt, die sich gut zu Fuß erkunden lässt, liegen eine Wittelsbacher Residenz, drei große Gemäldegalerien, ein riesiger Park mit Flusssurfern und einige der berühmtesten Bierhallen Deutschlands. Wichtig für die Planung: Die Pinakotheken kosten sonntags 1 € und sind montags geschlossen, während Residenz, Nymphenburg und das Deutsche Museum täglich öffnen. Leg die Galerien also auf den Sonntag und die Schlösser auf einen der anderen Tage.

München ist Deutschlands wohlhabendste Großstadt, und das sieht man: eine saubere, wiederaufgebaute Altstadt mit Kirchen und Arkadenplätzen rund um den Marienplatz, eine ehemalige königliche Residenz von der Größe eines kleinen Stadtviertels und breite Prachtstraßen des 19. Jahrhunderts, die hinaus zum Museumsviertel in der Maxvorstadt führen. Das meiste, was Erstbesucher sehen wollen, liegt höchstens 20 Gehminuten vom Marienplatz entfernt, und die S-Bahn-Stammstrecke unter dem Zentrum verbindet alles miteinander.

München gibt sich eher bayerisch als großstädtisch. Weißwürste isst man vor zwölf, ab dem ersten warmen Tag sitzt man im Biergarten unter Kastanien an langen gemeinsamen Tischen, und der Sonntag bleibt ruhig: Die Läden sind zu, dafür sind die Museen günstig und die Parks voll. Die Isar fließt grün und schnell durch die Stadt, und an klaren Tagen siehst du von den Kirchtürmen die Alpen.

Ein Wochenende reicht, weil die großen Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen und gut organisiert sind. Verbring einen Tag in der Altstadt und der Residenz, einen in den Galerien und im Englischen Garten, und nutz einen dritten für Schloss Nymphenburg, die KZ-Gedenkstätte Dachau oder ein Klosterbier in Andechs. Zu zwei Zeiten im Jahr ist alles anders: Während des Oktoberfests (18. September bis 3. Oktober 2027) sind die Hotels voll und doppelt so teuer, und vom 20. November bis 24. Dezember 2026 füllt der Christkindlmarkt den Marienplatz.

München in zwei oder drei Tagen: ein Plan

Tag 1 bleibt in der Altstadt: Weißwurstfrühstück, der Turm der Frauenkirche und das Glockenspiel, am Nachmittag die Residenz. Tag 2 ist ein Sonntag: Pinakotheken für 1 € und Englischer Garten. Heb dir den Montag für die Sehenswürdigkeiten auf, die täglich öffnen (Residenz, Schloss Nymphenburg, Deutsches Museum), denn die Galerien, das Lenbachhaus und das BMW Museum sind dann geschlossen.

  1. Tag 1: Weißwurst, Marienplatz, Frauenkirche und Residenz

    • Vormittag

      Fang mit einem Weißwurstfrühstück im Weisses Bräuhaus im Tal an (serviert 9–12 Uhr) und geh dann über den Viktualienmarkt. Steig auf den Südturm der Frauenkirche, sobald er öffnet (montags bis samstags 10 Uhr, sonntags 11:30 Uhr; 7,50 €), und sei um 11 Uhr zum Glockenspiel auf dem Marienplatz: Dann ist es weniger voll als um 12 Uhr. Mach einen Abstecher die Sendlinger Straße hinunter und wirf einen Blick in die Asamkirche.

    • Nachmittag

      Verbring den Nachmittag in der Residenz: Kauf das Kombiticket für 20 € für das Residenzmuseum, die Schatzkammer und das Cuvilliés-Theater (das Theater öffnet montags bis samstags um 14 Uhr). Rechne mit drei Stunden und geh dann durch den Hofgarten zum Odeonsplatz.

    • Abend

      Abendessen in einer Bierhalle: im Hofbräuhaus, wenn du das volle Spektakel willst (11–24 Uhr geöffnet, für weniger als vier Personen keine Reservierung nötig), oder im Augustiner Stammhaus in der Neuhauser Straße, wenn es ruhiger sein soll. Um 21 Uhr lohnt sich der Rückweg zum Marienplatz: Dann spielt am Rathaus die ruhigere Nachtwächter-Szene.

  2. Tag 2 (Sonntag): Pinakotheken, Englischer Garten und Haidhausen

    • Vormittag

      Sei sonntags um 10 Uhr an der Alten Pinakothek, dann kostet der Eintritt 1 €: Dürer, Rubens und Rembrandt, dazu die Highlights der Neuen Pinakothek aus dem 19. Jahrhundert, die im Erdgeschoss hängen, weil deren Haus bis 2029 geschlossen ist. Wenn du noch Kraft hast, geh über die Straße in die Pinakothek der Moderne (sonntags ebenfalls 1 €); das Lenbachhaus mit seinen Sälen zum Blauen Reiter liegt ein paar Gehminuten entfernt.

    • Nachmittag

      Geh durch den Hofgarten zum Englischen Garten. Sieh von der Brücke an der Prinzregentenstraße den Surfern auf der stehenden Eisbachwelle zu, steig zum Monopteros hinauf für den Blick auf die Skyline und setz dich, wenn das Wetter es erlaubt, in den Biergarten am Chinesischen Turm.

    • Abend

      Über die Isar nach Haidhausen: Schwimmen im Müller’schen Volksbad, einem Jugendstilbad (sonntags bis 18 Uhr, 5,80 €), dann Abendessen in den Cafés und Wirtshäusern rund um den Wiener Platz und im „Franzosenviertel“ beim Ostbahnhof.

  3. Mit einem dritten Tag: Nymphenburg und BMW oder ein Ausflug

    • Vormittag

      Mit der U-Bahn zum Rotkreuzplatz, dann mit der Tram zum Schloss Nymphenburg. Vom 16. Oktober bis März kostet das Kombiticket 16 € und gilt für das Schloss und das Marstallmuseum mit seinen Kutschen und dem Porzellan; die Parkschlösser wie die Amalienburg sind im Winter geschlossen, aber der Park kostet keinen Eintritt und ist ab 6 Uhr geöffnet.

    • Nachmittag

      Mit der U3 zum Olympiazentrum, zur BMW Welt (kostenlos) und, von Dienstag bis Sonntag, ins BMW Museum (17 €), dann ein Spaziergang auf den Olympiaberg im Olympiapark; der Olympiaturm selbst ist bis etwa Oktober 2027 wegen Sanierung geschlossen.

    • Abend

      Abendessen in der Maxvorstadt im Steinheil 16, bekannt für tellergroße Schnitzel, oder ein günstiges Augustiner Helles vom Holzfass in den Augustiner Bräustuben neben der Brauerei.

Wenn es regnet

Im Deutschen Museum (täglich 9–17 Uhr geöffnet) bekommst du einen ganzen Regentag herum; auch die Residenz, die Pinakotheken und ein Bad im Müller’schen Volksbad sind bei Regen eine gute Wahl.

Mit Kindern

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben in der Residenz, in Schloss Nymphenburg und in den Pinakotheken freien Eintritt; das Kinderreich des Deutschen Museums ist für Kinder von drei bis acht Jahren gemacht, die BMW Welt ist kostenlos, und die turnierenden Ritter und tanzenden Schäffler des Glockenspiels gefallen kleinen Kindern um 11 und 12 Uhr.

Marienplatz und Altes Rathaus vom Turm von St. Peter aus gesehen
Marienplatz und Altes Rathaus vom Turm von St. Peter aus gesehen

Was du in München sehen kannst

Die großen Sehenswürdigkeiten

  • Wahrzeichen

    Marienplatz und Glockenspiel

    Münchens zentraler Platz, an dessen einer Seite das neugotische Neue Rathaus steht (1905 fertiggestellt). In seinem Turm spielen die 43 Glocken und bemalten Figuren des Glockenspiels ein königliches Hochzeitsturnier und den Schäfflertanz nach. Am Karfreitag schweigt es.

    Tipp: Es spielt täglich um 11 und 12 Uhr, von März bis Oktober zusätzlich um 17 Uhr; um 11 Uhr ist es weniger voll als mittags. Um 21 Uhr läuft eine kurze Nachtwächter-Szene vor einem fast leeren Platz. Auf die Aussichtsplattform im Rathausturm kommst du mit 20-minütigen Zeitfenstern ab 7 €, buchbar über München Tourismus.

    Preis
    Kostenlos; Rathausturm ab 7 €
    Vorab buchen
    Nicht nötig; den Rathausturm im Sommer einen Tag im Voraus buchen
  • Kirche

    Frauenkirche (Münchner Dom)

    Der spätgotische Backsteindom, dessen Zwillingstürme mit den Zwiebelhauben das Wahrzeichen der Münchner Silhouette sind, zwei Minuten vom Marienplatz entfernt. Achte drinnen auf den Teufelstritt am Eingang und das Kenotaph Kaiser Ludwigs des Bayern aus schwarzem Marmor. Rechne mit 20 Minuten, dazu 30 für den Turm.

    Tipp: Besteigen kannst du nur den Südturm: etwa 90 Stufen über eine enge Wendeltreppe, dann mit dem Aufzug in die Turmstube, mit Blick hinunter auf den Marienplatz und bei klarem Wetter bis zu den Alpen. Tickets gibt es nur im Domladen in der Kirche oder online über München Tourismus. Nichts für Menschen, die sich in engen Räumen unwohl fühlen.

    Preis
    Kirche kostenlos; Südturm 7,50 €, 7–16 Jahre 5,50 €, Familie 21 €
    Vorab buchen
    Nicht nötig; Turm montags bis samstags 10–17 Uhr, sonntags 11:30–17 Uhr, letzter Aufstieg 16:30 Uhr
  • Palast

    Residenz München, Schatzkammer und Cuvilliés-Theater

    Das Stadtschloss der Wittelsbacher Herzöge, Kurfürsten und Könige, nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut: das Antiquarium aus der Renaissance, die Ahnengalerie, die Reichen Zimmer und die königlichen Wohnräume. Die Schatzkammer birgt Kronen, Reliquiare und Juwelen, und das Cuvilliés-Theater ist ein kleines Rokoko-Opernhaus, in dem 1781 Mozarts „Idomeneo“ uraufgeführt wurde. Rechne mit drei Stunden für alle drei.

    Tipp: Das Kombiticket für 20 € für alle drei gibt es nur an der Kasse des Cuvilliés-Theaters, und das Theater öffnet montags bis samstags erst um 14 Uhr (im Winter sonntags ab 10 Uhr): Geh also zuerst ins Museum und in die Schatzkammer. Mit Online-Tickets für das Museum sparst du dir die Schlange an der Kasse. Große Taschen und Rucksäcke kommen in die kostenlose Garderobe.

    Preis
    Residenzmuseum 10 €, Schatzkammer 10 €, beides 15 €; Cuvilliés-Theater 5 €; alle drei 20 €; unter 18 Jahren frei
    Vorab buchen
    Nicht nötig; vom 26. Oktober bis 27. März täglich 10–17 Uhr geöffnet (im Sommer 9–18 Uhr)
  • Markt

    Viktualienmarkt

    Münchens täglicher Lebensmittelmarkt wenige Schritte südlich des Marienplatzes: mehr als 100 Stände mit Käse, Wurst, Obst, Blumen und Honig, ein Maibaum, sechs Brunnen und ein Biergarten. Komm zum Probieren, nicht zum Einkaufen: eine Leberkässemmel, frischer Saft, ein Kaffee im Stehen.

    Tipp: Der Markt hat montags bis freitags 8–20 Uhr und samstags 8–15 Uhr geöffnet, aber jeder Stand legt seine Zeiten selbst fest; sonntags ist er geschlossen, komm also am Freitag oder Samstag.

    Preis
    Eintritt frei
    Vorab buchen
    Nicht nötig
  • Park

    Englischer Garten und Eisbachwelle

    Einer der größten Stadtparks der Welt (376 Hektar), ab 1789 angelegt. Im südlichen Teil findest du die stehende Eisbachwelle, den Monopteros auf seinem Hügel mit Blick auf die Türme der Altstadt, das Japanische Teehaus und den Chinesischen Turm mit seinem Biergarten für 7.000 Gäste; weiter nördlich wird es ruhiger. Rechne mit einem langen Nachmittag.

    Tipp: Laut Stadt ist das Surfen auf der Eisbachwelle seit dem 8. Mai 2026 wieder erlaubt, nachdem die Welle Ende 2025 verschwunden war (manche touristischen Seiten der Stadt beschreiben noch das alte Verbot); ob Surfer da sind, hängt vom Wasser ab. Zuschauen kannst du von der Brücke an der Prinzregentenstraße beim Haus der Kunst. Der Biergarten am Chinesischen Turm öffnet nur bei trockenem, warmem Wetter (ab 11 Uhr, am Wochenende ab 10 Uhr); sonst hat nur der Kiosk geöffnet.

    Preis
    Kostenlos; das ganze Jahr geöffnet
    Vorab buchen
    Nicht nötig
  • Museum

    Alte Pinakothek und Pinakothek der Moderne

    Die Alte Pinakothek ist eine der großen Galerien alter Meister: Dürers Selbstbildnis im Pelzrock, ein Saal mit riesigen Rubens-Gemälden, Rembrandt, Raffael und Leonardo. Solange die Neue Pinakothek wegen Sanierung geschlossen ist (Wiedereröffnung für 2029 geplant), hängen ihre Highlights aus dem 19. Jahrhundert, von Turner bis van Gogh, im Erdgeschoss der Alten Pinakothek. Auf der anderen Straßenseite zeigt die Pinakothek der Moderne Kunst und Design des 20. Jahrhunderts. Für jedes Haus zwei Stunden.

    Tipp: Sonntags kostet jedes Haus der Gruppe 1 €: die Alte Pinakothek, die Pinakothek der Moderne, das Museum Brandhorst und die Sammlung Schack. An den anderen Tagen gilt eine Tageskarte für 12 € in allen vier. Alle sind montags geschlossen; die Alte Pinakothek hat dienstags und mittwochs bis 20 Uhr geöffnet, die Pinakothek der Moderne donnerstags bis 20 Uhr.

    Preis
    Alte Pinakothek 9 €, Pinakothek der Moderne 10 €; sonntags 1 €; unter 18 Jahren frei; Tageskarte für vier Museen 12 €
    Vorab buchen
    Nicht nötig
  • Museum

    Deutsches Museum

    Eines der größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt, auf einer Insel in der Isar. Die sanierte Hälfte des Gebäudes ist geöffnet, mit 20 Dauerausstellungen auf etwa 20.000 Quadratmetern, von Luftfahrt, Raumfahrt und einer Modelleisenbahn bis zu Robotik, Atomphysik, Gesundheit und dem neuen Kinderreich; die andere Hälfte wird im Zuge der Modernisierung bis 2028 noch umgebaut. Zwei Stunden vergehen wie im Flug, einen ganzen Tag bekommst du leicht herum.

    Tipp: Kauf das Ticket online, dann sparst du dir die Kasse. Komm möglichst an einem Wochentag: An Regentagen in den bayerischen Schulferien ist es sehr voll. Am 1. und 11. November 2026 sowie am 24., 25. und 31. Dezember ist es geschlossen.

    Preis
    16 € Erwachsene; 6–17 Jahre 9 €; Familie 33 €
    Vorab buchen
    Nicht nötig; mit einem Online-Ticket sparst du dir die Schlange an der Kasse
  • Palast

    Schloss Nymphenburg

    Die barocke Sommerresidenz der Wittelsbacher im Westen der Stadt, mit dem bemalten Steinernen Saal, der Schönheitengalerie Ludwigs I. und einem riesigen Schlosspark mit kleinen Parkschlössern, allen voran der Rokoko-Amalienburg. Das Marstallmuseum nebenan zeigt königliche Kutschen und Schlitten, darunter die Ludwigs II., und die Nymphenburger Porzellansammlung. Ein halber Tag mit dem Park.

    Tipp: Die Tickets für das Schloss gelten für ein Zeitfenster; buch bis zum Vortag online, dann sparst du dir die Schlange. Vom 16. Oktober bis 31. März sinkt der Preis des Kombitickets auf 16 €, weil die Parkschlösser (Amalienburg, Badenburg, Pagodenburg, Magdalenenklause) geschlossen sind; Schloss und Marstallmuseum sind dann von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Die Fontäne im Großen Parterre ist 2026 außer Betrieb.

    Preis
    Kombiticket 20 € (1. April–15. Oktober) oder 16 € (Winter); nur Schloss 10 €; unter 18 Jahren frei; Park kostenlos
    Vorab buchen
    Im Sommer und am Wochenende einen Tag im Voraus online
  • Museum

    BMW Welt, BMW Museum und Olympiapark

    Die BMW Welt ist Showroom und Auslieferungszentrum des Autoherstellers in einem geschwungenen Bau aus Glas und Stahl, frei zugänglich. Auf der anderen Straßenseite erzählt das schüsselförmige BMW Museum die Geschichte der Marke mit Autos und Motorrädern. Nebenan liegt der Olympiapark der Spiele von 1972 mit seinen Zeltdächern, einem See und einem Berg, auf den du hinaufsteigen kannst. Rechne mit einem halben Tag.

    Tipp: Der 291 Meter hohe Olympiaturm ist seit Juni 2024 wegen Sanierung geschlossen und soll voraussichtlich gegen Oktober 2027 wieder öffnen; steig für die Aussicht also auf den Olympiaberg. Die BMW Welt ist vom 20. Oktober (18 Uhr) bis 22. Oktober (12 Uhr) 2026 wegen einer Veranstaltung geschlossen. Im Museum zahlst du nur mit Karte, nicht bar.

    Preis
    BMW Welt kostenlos; BMW Museum 17 €, ermäßigt 9 €, Familie 38 €
    Vorab buchen
    Nicht nötig; Museum dienstags bis sonntags 10–18 Uhr

Geheimtipps

  • Kirche

    Asamkirche

    Geheimtipp

    Hinter einer kaum acht Meter breiten Fassade an der Einkaufsstraße Sendlinger Straße bauten die Brüder Asam ihre eigene Privatkirche (1733–46) und füllten sie vom Boden bis zur Decke mit Vergoldung, Marmor und Stuck. Sie ist einer der dichtesten spätbarocken Innenräume Bayerns; 15 Minuten reichen.

    Tipp: Von April bis Oktober täglich 9–19 Uhr geöffnet (im Winter bis 18 Uhr), aber freitags erst ab 13 Uhr. Stell dich hinten an die Tür: Die Kirche ist klein, und die Wirkung entsteht aus dem Ganzen.

    Preis
    Kostenlos
    Vorab buchen
    Nicht nötig
  • Museum

    Lenbachhaus

    Geheimtipp

    Die ockerfarbene Villa des Malers Franz von Lenbach nahe dem Königsplatz, zur Städtischen Galerie erweitert, besitzt die weltweit größte Sammlung der Künstlergruppe Der Blaue Reiter: Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter, August Macke. Die aktuelle Sammlungspräsentation „Beyond the World. The Blue Rider“ läuft bis 5. September 2027. Zwei Stunden, mit Café und Garten.

    Tipp: Am ersten Donnerstag im Monat ist der Eintritt von 18 bis 22 Uhr frei; an den anderen Donnerstagen ist bis 20 Uhr geöffnet. Buch Tickets fürs Wochenende online, dann umgehst du die Schlange. Montags geschlossen; der Kunstbau im U-Bahnhof bleibt 2026 geschlossen.

    Preis
    10 €, ermäßigt 6 €
    Vorab buchen
    Für das Wochenende online
  • Erlebnis

    Müller’sches Volksbad

    Geheimtipp

    Münchens erstes öffentliches Hallenbad, 1901 am Isarufer eröffnet: Schwimmhallen im Jugendstil mit Sauna, bis ins Detail gepflegt. Es ist ein ganz normales städtisches Bad, du schwimmst also im Baudenkmal zum Preis eines gewöhnlichen Schwimmbadbesuchs.

    Tipp: Die Öffnungszeiten wurden im Mai 2026 gekürzt: montags 15–22 Uhr (große Halle ab 17 Uhr geschlossen), dienstags bis donnerstags 7:30–22 Uhr, freitags und samstags 11–21 Uhr, sonntags 10–18 Uhr. Am Samstag, dem 17. Oktober 2026, schließt es um 20 Uhr. Wegen Dacharbeiten kann es laut werden.

    Preis
    5,80 € Erwachsene; Kurzschwimmen (1,5 Stunden) 4,30 €
    Vorab buchen
    Nicht nötig; Online-Tickets bis zu drei Tage im Voraus
  • Garten

    Alter Südfriedhof

    Geheimtipp

    Der Alte Südfriedhof, ein paar Gehminuten vom Sendlinger Tor entfernt, war von 1788 bis 1886 Münchens einziger Begräbnisplatz. Heute ist er ein schattiger, verwunschener Park von sieben Hektar mit den Gräbern der Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner, des Malers Carl Spitzweg und des Rathausarchitekten, zwischen Eichhörnchen und alten Bäumen.

    Tipp: Im September und Oktober 8–19 Uhr geöffnet, von November bis Februar 8–17 Uhr und im Sommer bis 20 Uhr. Geh am besten von der Thalkirchner Straße hinein und kombinier den Besuch mit der Asamkirche und der Sendlinger Straße.

    Preis
    Kostenlos
    Vorab buchen
    Nicht nötig
  • Viertel

    Haidhausen

    Geheimtipp

    Das Viertel gegenüber der Altstadt auf der anderen Isarseite hat den Krieg weitgehend unversehrt überstanden: Rund zwei Drittel seiner Häuser stammen aus der Zeit vor 1914. Das „Franzosenviertel“ rund um den Pariser Platz und den Weißenburger Platz westlich des Ostbahnhofs, der Markt am Wiener Platz und die grünen Maximiliansanlagen am Fluss sind voller Cafés, Wirtshäuser und kleiner Läden.

    Tipp: Geh vom Deutschen Museum über die Ludwigsbrücke, schwimm im Müller’schen Volksbad und folge dann den Anlagen am Fluss nach Norden bis zum Maximilianeum: Von dort hast du in der Dämmerung den Blick zurück über die Stadt.

    Preis
    Kostenlos
    Vorab buchen
    Nicht nötig

Tagesausflüge ab München

  • KZ-Gedenkstätte Dachau

    Die Gedenkstätte auf dem Gelände des ersten nationalsozialistischen Konzentrationslagers, 1933 eröffnet und Vorbild für die späteren Lager. Für die Dauerausstellung im ehemaligen Wirtschaftsgebäude, die rekonstruierten Baracken, den Appellplatz und den Krematoriumsbereich brauchst du mindestens drei bis vier Stunden.

    Anreise
    S2 vom Münchner Hauptbahnhof Richtung Dachau/Petershausen bis zum Bahnhof Dachau, etwa 25 Minuten, dann Bus 726 Richtung Saubachsiedlung bis zur Haltestelle KZ-Gedenkstätte. Die Gedenkstätte empfiehlt eine Single-Tageskarte (oder Gruppen-Tageskarte) für die Zonen M–1: 11,70 € oder 21,20 € für bis zu fünf Personen (ab 1. Januar 2027: 12,40 € bzw. 22,50 €), gültig für Zug und Bus.
    Tipp
    Der Eintritt ist frei, die Gedenkstätte ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet (am 24. Dezember geschlossen; der Krematoriumsbereich schließt um 16:30 Uhr). Besuch sie als Ort des Gedenkens, nicht als Sightseeing-Stopp, und komm mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Der Parkplatz ist klein.
  • Kloster Andechs und der Ammersee

    Ein Benediktinerkloster mit Wallfahrtskirche auf dem „Heiligen Berg“ über dem Ammersee, mit eigener Brauerei und dem Bräustüberl, einem großen Wirtshaus mit Terrassen, in dem Pilger und Wanderer das Klosterbier trinken. Ein halber Tag; ein ganzer mit einer Wanderung oder einer Bootsfahrt auf dem See.

    Anreise
    S8 vom Stadtzentrum bis zur Endstation Herrsching, etwa 50 Minuten. Von Herrsching läufst du entweder etwa 4–5 km bergauf durch das Kiental zum Kloster (1 bis 1,5 Stunden, ausgeschildert als „Fußweg nach Andechs“) oder nimmst den Regionalbus ab Bahnhof Herrsching (die aktuelle Linie in der MVV-App prüfen). Ein Deutschlandticket oder eine MVV-Tageskarte, die bis Herrsching reicht, gilt für die S-Bahn.
    Essen
    Das Andechser Bräustüberl ist montags bis freitags 11–20 Uhr und samstags und sonntags 10–20 Uhr geöffnet; die Kirche von 8 bis 18 Uhr. Das Kloster hat außerdem eine Metzgerei und ein Café.
    Tipp
    Geh durch das Kiental hinauf und nimm den Bus hinunter: Bergauf geht sich der Weg leichter als bergab nach einer Maß starkem Bier.
  • Schloss Neuschwanstein (ein ganzer Tag)

    Ludwigs II. Märchenschloss bei Füssen liegt pro Strecke etwa 2 Stunden entfernt, zu weit für einen entspannten Tagesausflug; plan einen ganzen Tag von rund zehn Stunden ein. Von innen kannst du das Schloss nur bei einer 30-minütigen Führung zu einer festen Uhrzeit sehen.

    Anreise
    Stündliche Regionalzüge vom Münchner Hauptbahnhof nach Füssen brauchen etwa 2 Stunden; dann Bus 73 oder 78 nach Hohenschwangau (etwa 8 Minuten). Ein Bayern-Ticket (34 € für eine Person, 44 € für zwei) gilt für Hin- und Rückfahrt mit dem Zug und für den Bus, wochentags aber erst ab 9 Uhr. Vom Dorf sind es 30–40 Minuten zu Fuß bergauf, oder du nimmst einen Shuttlebus.
    Tipp
    Buch das Zeitfenster-Ticket (21 € plus 2,50 € Gebühr, unter 18 Jahren frei) im offiziellen Shop des Ticket Center Hohenschwangau und sei 1,5–2 Stunden vor deiner Führung im Dorf. Ab 16. Oktober 2026 ist das Schloss von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Schloss Linderhof, Ludwigs kleinere Rokoko-Villa, ist ähnlich weit entfernt, liegt aber in einem anderen Tal und lässt sich nicht sinnvoll am selben Tag kombinieren.
Der Olympiaturm und die Zeltdächer des Olympiaparks bei Sonnenuntergang
Der Olympiaturm und die Zeltdächer des Olympiaparks bei Sonnenuntergang

Essen gehen in München

In Bayern isst man mittags ab etwa 12 Uhr und abends früh, ab 18 Uhr, und die Bierhallen haben den ganzen Tag warme Küche. Zu den typischen Gerichten gehören Weißwurst (Kalbswurst, vor zwölf mit Brezel und süßem Senf gegessen), Schweinebraten und Schweinshaxe mit Knödeln, Obatzda (Käsecreme) und die Leberkässemmel. Für kleine Gruppen brauchst du in den Bierhallen keine Reservierung; die Sterne-Lokale buchst du Wochen im Voraus.

  • Beer hall (classic)

    €€

    Hofbräuhaus

    Altstadt (Platzl)

    Der Bierpalast der staatlichen Brauerei: eine gewölbte Halle im Erdgeschoss mit etwa 1.000 Plätzen, einer Blaskapelle und vielen Touristen. Es ist laut und touristisch, aber das Original, und die Preise sind fair: eine Maß Hofbräu 11,60 €, zwei Weißwürste 8,20 €, eine ganze Schweinshaxe 22 €.

    Reservieren: Für weniger als vier Personen keine Reservierung nötig; täglich 11–24 Uhr geöffnet, Küche bis 22 Uhr.

  • Beer hall and restaurant

    €€

    Augustiner Stammhaus

    Altstadt (Neuhauser Straße 27)

    Eines der ältesten Wirtshäuser der Stadt, in der Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz, mit Bierhalle, getäfelten Stuben und einem Garten mit Arkaden. Augustiner ist das Bier, das viele Einheimische bevorzugen; die Weißwürste kommen vom hauseigenen Metzger.

    Reservieren: Für das Abendessen im Restaurant reservieren; in der Bierhalle setzt du dich einfach hin. Restaurant montags bis samstags 11–24 Uhr, sonntags bis 22 Uhr; die Bierhalle ist sonntags geschlossen.

  • Brewery tavern (cheap)

    €

    Augustiner Bräustuben

    Schwanthalerhöhe (Landsberger Straße 19, an der Brauerei)

    Das Brauereiwirtshaus neben der Augustiner-Brauerei, ein paar Gehminuten von der Theresienwiese, mit Helles vom Holzfass. Unter der Woche Mittagsgerichte und von 10 bis 13 Uhr ein „Frühschoppen“ mit Gerichten wie Weißwürsten oder einer Brezel mit Obatzda für je 2 €.

    Reservieren: Täglich 10–24 Uhr geöffnet; für Gruppen und für Freitag- oder Samstagabende reservieren.

  • Beer garden and restaurant

    €€

    Augustiner-Keller

    Maxvorstadt (Arnulfstraße 52, nahe Hauptbahnhof)

    Ein großer traditioneller Biergarten unter Kastanien, zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof, mit Edelstoff vom Holzfass. Das Restaurant drinnen bleibt geöffnet, wenn der Garten geschlossen ist, wie am 13. Oktober 2026.

    Reservieren: Für den Garten keine Reservierung; schau am Tag selbst auf die Website, denn bei schlechtem Wetter schließt der Garten.

  • Beer garden

    €

    Biergarten am Chinesischen Turm

    Englischer Garten

    Der Biergarten für 7.000 Gäste rund um den hölzernen Chinesischen Turm mitten im Englischen Garten, daneben ein historisches Kinderkarussell.

    Reservieren: Keine Reservierung. Bei trockenem, warmem Wetter ab 11 Uhr geöffnet (am Wochenende 10 Uhr); bei kaltem Wetter öffnet nur der Kiosk, ab 12 Uhr.

  • Beer garden (local)

    €

    Zum Flaucher

    Thalkirchen (Isarauen 8, am Fluss)

    Ein Biergarten in den Isarauen südlich des Zentrums, in dem Einheimische nach dem Baden oder Radeln an den Kiesbänken einkehren. Ruhiger und grüner als die großen Biergärten im Zentrum, mit Spielplatz.

    Reservieren: Keine Reservierung; bei Biergartenwetter täglich ab 12 Uhr geöffnet.

  • Tavern (Weißwurst breakfast)

    €€

    Weisses Bräuhaus im Tal

    Altstadt (Tal 7, nahe Marienplatz)

    Das Wirtshaus der Weißbierbrauerei Schneider, die Adresse für das traditionelle Weißwurstfrühstück: Kalbswürste, eine resche Brezel, süßer Senf und ein Weißbier, nur bis 12 Uhr serviert. Sonntags und an Feiertagen spielt von 10:30 bis 13 Uhr eine Blaskapelle. Den ganzen Tag über gibt es außerdem bayerische Küche, bei der das ganze Tier verwertet wird.

    Reservieren: Fürs Frühstück ohne Reservierung (täglich 9–12 Uhr serviert); fürs Abendessen reservieren.

  • Restaurant (schnitzel)

    €€

    Steinheil 16

    Maxvorstadt (Steinheilstraße 16, nahe den Pinakotheken)

    Ein Restaurant in der Maxvorstadt, in der ganzen Stadt bekannt für Schnitzel, die über den Tellerrand hängen, nahe Königsplatz und Pinakotheken. Komm hungrig oder teil dir eins.

    Reservieren: Täglich 11–1 Uhr geöffnet; abends ist es schnell voll, also online reservieren.

  • Market

    €

    Stände auf dem Viktualienmarkt

    Altstadt

    Mittagessen im Stehen: eine Leberkässemmel, Suppe, Fischsemmeln oder Käse von den Ständen, danach noch etwas trinken im Biergarten des Markts.

    Reservieren: Keine Reservierung; montags bis freitags 8–20 Uhr und samstags 8–15 Uhr, die Zeiten der einzelnen Stände sind unterschiedlich; sonntags geschlossen.

  • Delicatessen and café

    €€

    Dallmayr

    Altstadt (Dienerstraße 14–15, hinter dem Rathaus)

    Münchens großes Delikatessenhaus hinter dem Rathaus, mit eigener Kaffeerösterei, Pralinentheken, einem Café-Bistro sowie einer Bar mit Grill. Komm auf einen Kaffee mit Kuchen oder um Kaffee und Pralinen zum Mitnehmen zu kaufen.

    Reservieren: Im Laden ohne Reservierung (bis 19 Uhr geöffnet); das Café-Bistro am Wochenende fürs Mittagessen reservieren.

  • Fine dining (two Michelin stars)

    €€€€

    Alois – Dallmayr Fine Dining

    Altstadt (Dienerstraße 14, im Dallmayr-Gebäude)

    Das Zwei-Sterne-Restaurant im Dallmayr-Haus serviert ein langes Degustationsmenü aus 15–17 kleinen Gängen, das französische, nordische und bayerische Ideen verbindet, dazu eine ausgezeichnete Weinkarte. Freitags und samstags gibt es mittags einen kürzeren Business Lunch mit acht Gängen.

    Reservieren: Wochen im Voraus buchen. Abendessen mittwochs bis samstags, Mittagessen freitags und samstags; sonntags bis dienstags geschlossen.

Übernachten in München fürs Wochenende

Übernachte für ein Wochenende in der Altstadt zwischen Marienplatz und Isar, wo du fast alles zu Fuß erreichst; die Maxvorstadt passt zu Museumsliebhabern, und das Bahnhofsviertel ist günstiger und praktisch für Tagesausflüge. Meide das Oktoberfest und die großen Messewochen, es sei denn, du kommst genau deswegen: Die Preise können sich verdoppeln oder verdreifachen.

Die besten Viertel

  • Altstadt

    Marienplatz, Residenz, Viktualienmarkt und die Bierhallen liegen alle in Gehweite, und die S-Bahn-Stammstrecke verläuft darunter. Passt zu Erstbesuchern; das teuerste Viertel, und in den Wochen des Christkindlmarkts voll.

  • Maxvorstadt

    Das Museums- und Universitätsviertel rund um Königsplatz und Pinakotheken, zehn bis zwanzig Gehminuten nördlich vom Marienplatz, mit Studentencafés und günstigeren Restaurants. Passt zu Kunstliebhabern und Paaren.

  • Ludwigsvorstadt (Hauptbahnhof)

    Die Straßen rund um den Hauptbahnhof und die Theresienwiese: schlicht, aber praktisch, mit der S-Bahn zum Flughafen und den Zügen nach Füssen, Salzburg und zu den Seen direkt vor der Tür. Passt zu Reisenden mit kleinem Budget und allen, die einen Tagesausflug machen.

  • Haidhausen

    Das Wohnviertel auf der anderen Isarseite, mit Straßen aus der Vorkriegszeit, Cafés und dem Volksbad, 10 bis 15 Gehminuten von der Altstadt entfernt. Passt zu wiederkehrenden Besuchern, die sich wie Einheimische fühlen wollen.

Hotels mit Charakter

  • Altstadt (Promenadeplatz)

    €€€€

    Hotel Bayerischer Hof

    Münchens klassisches Grandhotel am Promenadeplatz, fünf Minuten von der Frauenkirche: 337 Zimmer und 74 Suiten, fünf Restaurants, sechs Bars, ein eigenes Kino und Boulevardtheater und der Blue Spa. Für einen besonderen Anlass.

    ab etwa 415 € pro Nacht (Doppelzimmer, Ende Februar 2027, Booking.com)

  • Altstadt (Viktualienmarkt)

    €€€

    Louis Hotel

    Ein Designhotel direkt am Viktualienmarkt im Stil eines Kunsthotels, mit Zimmern zum Hof oder zum Markt und einem Grillrestaurant. Passt zu Paaren, die morgens direkt aus der Tür auf den Markt wollen.

    ab etwa 380 € pro Nacht (Doppelzimmer, Ende Februar 2027, Booking.com)

  • Altstadt (am Isartor)

    €€€

    Hotel Torbräu

    Ein familiengeführtes Hotel am Isartor mit mehr als 500 Jahren Tradition, einem Restaurant und der Klimt Bar; fünf Minuten vom Marienplatz und vom Deutschen Museum. Passt zu Reisenden, die eine Altstadtadresse mit Geschichte suchen.

    ab etwa 360 € pro Nacht (Doppelzimmer, Ende Februar 2027, Booking.com)

  • Altstadt (Sebastiansplatz 9)

    €€

    Hotel Blauer Bock

    Ein kleines, persönliches Boutiquehotel in einem Gebäude mit mehr als 400 Jahren Geschichte, ein paar Schritte vom Viktualienmarkt und vom Marienplatz. Eine der günstigeren Möglichkeiten, in der Altstadt zu übernachten.

    ab etwa 120 € pro Nacht (Doppelzimmer, Ende Februar 2027, Booking.com)

  • Ludwigsvorstadt (am Hauptbahnhof)

    €

    Wombat’s City Hostel Munich Hauptbahnhof

    Ein großes Hostel am Hauptbahnhof mit Schlafsälen und Privatzimmern, der hauseigenen womBAR und einem Café, fünf Minuten von der S-Bahn zum Flughafen und den Zügen für Tagesausflüge. Passt zu Reisenden mit kleinem Budget.

    ab etwa 110 € pro Nacht für zwei (Ende Februar 2027, Booking.com)

Für Monate in der Stadt?Eine Wohnung mieten in München (öffnet in neuem Tab)Rentlet erklärt die Mieten, wo du suchst und auf welche Betrugsmaschen du achten musst.

München: Pässe, Tage mit freiem Eintritt und Angebote

Unterm Strich

An den meisten Wochenenden lohnt sich kein Stadtpass: Wer unter 18 ist, hat in den staatlichen Schlössern und Galerien freien Eintritt, die Pinakotheken kosten sonntags 1 €, und eine Tageskarte Zone M (10,10 €, oder 19,70 € für bis zu fünf Personen; ab 1. Januar 2027: 10,80 € bzw. 21,00 €) deckt den Nahverkehr ab. Der Munich City Pass lohnt sich nur, wenn du pro Tag drei oder mehr kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten besuchst.

  • MVV-Tageskarten für Einzelne und Gruppen

    Single-Tageskarte Zone M (die ganze Stadt) 10,10 €, gültig bis 6 Uhr am nächsten Morgen; Gruppen-Tageskarte für 2–5 Personen 19,70 € (Kinder von 6 bis 14 Jahren zählen halb). Einzelfahrt in Zone M 4,20 €. Für Dachau brauchst du die Zonen M–1 (11,70 €, Gruppe 21,20 €). Ab 1. Januar 2027 steigt die Single-Tageskarte Zone M auf 10,80 € und die Gruppen-Tageskarte auf 21,00 €, für die Zonen M–1 auf 12,40 € bzw. 22,50 €; die Einzelfahrt bleibt bei 4,20 €.

    mvv-muenchen.de (öffnet in neuem Tab) · Stand: Oktober 2026

  • Airport-City-Day-Ticket

    Eine Tageskarte für die Zonen M–5, zu denen der Flughafen gehört: 17,50 € für einen Erwachsenen (mit bis zu drei Kindern), 32,60 € für eine Gruppe von 2–5 Personen. Verglichen mit einer Einzelfahrt in die Stadt für 15,10 € lohnt sie sich, sobald du an dem Tag noch einmal fährst. Ab 1. Januar 2027 kostet sie 18,50 € (Gruppe 33,90 €); die Einzelfahrt bleibt bei 15,10 €.

    mvv-muenchen.de (öffnet in neuem Tab) · Stand: Oktober 2026

  • Deutschlandticket

    63 € im Monat für den gesamten Nah- und Regionalverkehr in Deutschland, einschließlich der S-Bahn zum Flughafen, nach Dachau und Herrsching und der Regionalzüge nach Füssen, aber nicht für ICE, IC oder EC. Es ist ein Monatsabo, das du bis zum 10. kündigen kannst; an einem Wochenende lohnt es sich nur mit zusätzlichen Tagesausflügen und nur mit einer Kreditkarte, die 3D Secure unterstützt.

    mvv-muenchen.de (öffnet in neuem Tab) · Stand: Oktober 2026

  • Munich City Pass und Munich Card

    Der City Pass von München Tourismus bietet freien Eintritt zu mehr als 40 Attraktionen, darunter Residenz, Schatzkammer, Schloss Nymphenburg, Pinakothek der Moderne, Lenbachhaus und Deutsches Museum, ab 39,90 € für einen Tag ohne Nahverkehr (Nahverkehr für Zone M oder M–6 kostet extra). Die Munich Card (ab 5,90 €) gibt stattdessen Ermäßigungen. Bei 20 € für das Kombiticket der Residenz und 16 € für das Deutsche Museum rechnet sich der Pass nur an einem vollgepackten Tag.

    munich.travel (öffnet in neuem Tab) · Stand: Oktober 2026

  • 14-Tage-Ticket der Bayerischen Schlösserverwaltung

    40 € für eine Person oder 80 € für Partner oder Familien, 14 Tage gültig in mehr als 40 staatlichen Schlössern, darunter die Residenz, Schloss Nymphenburg, Schloss Neuschwanstein und Schloss Linderhof. Lohnt sich nur, wenn du zu Münchens zwei Schlössern Neuschwanstein oder ein anderes Schloss dazunimmst (für Neuschwanstein brauchst du trotzdem eine Buchung mit Zeitfenster samt 2,50 € Gebühr).

    schloesser.bayern.de (öffnet in neuem Tab) · Stand: Oktober 2026

  • Pinakotheken: 1 € am Sonntag und die Tageskarte für 12 €

    Jeden Sonntag kosten die Alte Pinakothek, die Pinakothek der Moderne, das Museum Brandhorst und die Sammlung Schack je 1 €. An den anderen Tagen gilt ein Kombiticket für 12 € an einem Tag in allen vier, während allein die beiden Hauptgalerien 9 € und 10 € kosten.

    pinakothek.de (öffnet in neuem Tab) · Stand: Oktober 2026

Die Frauenkirche und die Dächer der Altstadt von oben
Die Frauenkirche und die Dächer der Altstadt von oben

Unterwegs in München

  • Vom Flughafen: Die S-Bahn-Linien S1 und S8 fahren vom Flughafen ins Stadtzentrum, zusammen alle 10 Minuten (jede Linie alle 20), in etwa 35–45 Minuten; beide halten am Hauptbahnhof und am Marienplatz. Der Flughafen liegt in Zone 5: Eine Einzelfahrt kostet 15,10 €, das Airport-City-Day-Ticket 17,50 € (32,60 € für 2–5 Personen; ab 1. Januar 2027: 18,50 € bzw. 33,90 €). Kauf das Ticket vor dem Einsteigen am Automaten im Bahnhof oder in der MVV-App.
  • Nahverkehr: U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus fahren im selben Tarif. Zone M deckt die ganze Stadt ab; eine Einzelfahrt kostet 4,20 €, eine Tageskarte 10,10 € (10,80 € ab 1. Januar 2027). Alle S-Bahn-Linien teilen sich einen Tunnel durch das Zentrum (Hauptbahnhof, Stachus, Marienplatz, Isartor), für kurze Strecken in der Innenstadt passt also jede.
  • Zu Fuß: Vom Stachus bis zum Isartor läufst du durch die Altstadt 20 Minuten, und die Maxvorstadt und der Englische Garten liegen 15 Minuten nördlich des Marienplatzes. Zum Schloss Nymphenburg fährst du mit der U-Bahn zum Rotkreuzplatz und dann weiter mit der Tram; die U3 fährt zum Olympiazentrum, für den Olympiapark und BMW.
  • Mit dem Zug ins Umland: Regionalzüge nach Füssen (für Schloss Neuschwanstein) und Salzburg fahren am Münchner Hauptbahnhof ab; das Bayern-Ticket (34 € für eine Person, 44 € für zwei) gilt einen Tag lang in den Regionalzügen in ganz Bayern und bis Salzburg Hbf, wochentags ab 9 Uhr und am Wochenende ganztägig.

Tipps und Tricks

Gesammelt in Reiseforen, bei Einheimischen und aus den Hinweisen der Sehenswürdigkeit selbst, in eigenen Worten. Was anderen geholfen hat, keine Garantie.

  1. Leg die Galerien auf den Sonntag

    Alle vier Pinakotheken kosten sonntags 1 € und sind montags geschlossen, und sonntags sind die Läden zu. Residenz, Schloss Nymphenburg und Deutsches Museum öffnen jeden Tag: Sie sind das Programm für den Montag.

    Quelle: Websites der Pinakotheken und der Bayerischen Schlösserverwaltung, 2026

  2. Weißwurst nur vor zwölf

    Die Weißwurst isst man vormittags, nach bayerischem Brauch darf sie das Zwölfuhrläuten nicht hören: Das Weisse Bräuhaus serviert sein Weißwurstfrühstück nur von 9 bis 12 Uhr, mit Brezel, süßem Senf und Weißbier.

    Quelle: Weisses Bräuhaus, 2026

  3. Glockenspiel um 11 Uhr statt um 12

    Um 12 Uhr ist der Platz voll, besonders im Sommer und während des Christkindlmarkts. Um 11 Uhr läuft dasselbe Spiel, nur ruhiger; die Nachtwächter-Szene um 21 Uhr ist noch stiller.

    Quelle: muenchen.de, 2026

  4. Vorher schauen, ob der Biergarten offen hat

    Biergärten öffnen nur bei trockenem, warmem Wetter, und ab Oktober öffnen viele nur noch an schönen Tagen oder gar nicht mehr: Am 13. Oktober 2026 war der Garten des Augustiner-Kellers geschlossen, das Restaurant aber geöffnet, und am Chinesischen Turm hatte bei kaltem Wetter nur der Kiosk offen. Schau am selben Tag auf die Website, und geh im Winter lieber in eine Bierhalle.

    Quelle: Websites der Biergärten, Oktober 2026

  5. Öffnungszeiten des Cuvilliés-Theaters beachten

    Das Cuvilliés-Theater öffnet montags bis samstags erst um 14 Uhr, und sein Kombiticket gibt es nur an der eigenen Kasse. Besuch Residenzmuseum und Schatzkammer am Vormittag und das Theater nach dem Mittagessen.

    Quelle: Residenz München, Besucherinformation, 2026

  6. Schließungen in diesem Herbst

    Der Olympiaturm ist bis etwa Oktober 2027 geschlossen, die Neue Pinakothek bis 2029 (ihre Highlights hängen in der Alten Pinakothek), die Parkschlösser von Nymphenburg schließen ab 16. Oktober, und die Schiffe auf dem Starnberger See stellen am 18. Oktober 2026 den Betrieb ein; mehrere Anlegestellen sind wegen Niedrigwasser nicht in Betrieb.

    Quelle: Offizielle Websites der einzelnen Sehenswürdigkeiten, Oktober 2026

  7. Hotels: Messewochen meiden

    Zentrale Hotels sind während großer Messen (zum Beispiel Mitte November und im Januar 2027) und während des Oktoberfests ausgebucht oder doppelt so teuer. Schau in den Kalender der Messe München, bevor du deine Reisedaten festlegst, und buch für die Wochenenden des Christkindlmarkts früh.

    Quelle: Preisvergleiche auf Booking.com, Oktober 2026

  8. Salzburg ist möglich, aber weit

    Direktzüge nach Salzburg brauchen 1 Std. 28 Min. (Railjet) bis 1 Std. 47 Min. (Regionalzug RE5, gültig mit dem Bayern-Ticket). Das sind über drei Stunden Fahrt an einem Tag: eher etwas für einen dritten oder vierten Tag als für ein Wochenende mit zwei Tagen.

    Quelle: EveryRail, Oktober 2026

Betrugsmaschen und Ärger, auf die du achten solltest

  • Falsche oder weiterverkaufte Tischreservierungen fürs Oktoberfest

    Der Eintritt zum Oktoberfest und in die Zelte ist frei; ausverkauft sind die Tischreservierungen, die die Festwirte direkt vergeben. Drittanbieter verkaufen sie zum Vielfachen des Preises weiter oder verkaufen Reservierungen, die es gar nicht gibt, und viele Wirte lassen Gäste mit weiterverkauften Reservierungen nicht hinein. Buch nur über die Website des jeweiligen Zelts oder geh ohne Reservierung an einem Werktag vormittags hin. Jedes „Oktoberfest-Eintrittsticket“ ist Betrug.

  • Taschendiebe im Gedränge

    Diebe sind an überfüllten Orten unterwegs, etwa auf dem Marienplatz zur Glockenspielzeit, im Tal, am Hauptbahnhof und in vollen Bierhallen, oft im Team: Einer rempelt dich an oder stellt eine Frage, während ein anderer die Geldbörse zieht. Zum Oktoberfest schickt die Polizei Taschendieb-Fahnder in Zivil. Trag Taschen geschlossen und vor dem Körper, und häng keine Jacke mit Geldbörse über die Stuhllehne.

  • Inoffizielle Tickets für Neuschwanstein und andere Schlösser

    Drittanbieter verkaufen den Eintritt für Neuschwanstein mit Aufschlag oder im Paket mit Busausflügen. Der einzige offizielle Verkäufer ist der Shop des Ticket Center Hohenschwangau; kauf dort, und für die Münchner Schlösser nutz die Kassen oder die offiziellen Online-Shops.

Häufige Fragen zu einem Wochenende in München

Was kann man in München an einem Wochenende machen?

Verbring den ersten Tag in der Altstadt: Marienplatz und Glockenspiel, der Turm der Frauenkirche, der Viktualienmarkt und die Residenz, mit Abendessen in einer Bierhalle. Besuch am zweiten Tag, am besten einem Sonntag, die Alte Pinakothek für 1 € und lauf dann durch den Englischen Garten an den Eisbachsurfern vorbei zum Biergarten am Chinesischen Turm.

Reichen 2 Tage für München?

Zwei Tage reichen für die Altstadt, die Residenz, eine Galerie und den Englischen Garten. Mit einem dritten Tag kommen Schloss Nymphenburg und die BMW Welt dazu oder ein Ausflug zur KZ-Gedenkstätte Dachau oder zum Kloster Andechs; für Schloss Neuschwanstein brauchst du einen ganzen zusätzlichen Tag.

Lohnt sich der Munich City Pass?

Für ein Wochenende meist nicht. Er kostet ab 39,90 € pro Tag ohne Nahverkehr, während das Kombiticket der Residenz 20 € kostet, das Deutsche Museum 16 € und die Pinakotheken sonntags 1 €. Er lohnt sich nur, wenn du pro Tag drei oder mehr kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten besuchst; kauf für den Nahverkehr stattdessen eine Tageskarte für 10,10 € (10,80 € ab 1. Januar 2027).

Welche Museen in München sind kostenlos oder günstig?

Die Alte Pinakothek, die Pinakothek der Moderne, das Museum Brandhorst und die Sammlung Schack kosten sonntags 1 €, und das Lenbachhaus ist am ersten Donnerstag im Monat von 18 bis 22 Uhr kostenlos. Die BMW Welt und die KZ-Gedenkstätte Dachau sind immer kostenlos, und wer unter 18 ist, hat in den staatlichen Schlössern und Galerien freien Eintritt.

Was ist der beste Tagesausflug ab München?

Leicht zu machen sind die KZ-Gedenkstätte Dachau (kostenlos, etwa 45 Minuten mit S2 und Bus) und das Kloster Andechs mit seinem Bier und dem Ammersee (etwa 50 Minuten mit der S8). Der berühmteste Ausflug ist Schloss Neuschwanstein, das aber pro Strecke etwa 2 Stunden entfernt liegt: Du brauchst einen ganzen Tag und ein Zeitfenster-Ticket.

Wo übernachtet man in München am besten für ein Wochenende?

In der Altstadt zwischen Marienplatz und Isar, wo du die Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichst; die Maxvorstadt ist gut für Museen, und die Gegend um den Hauptbahnhof ist günstiger und praktisch für Tagesausflüge. Meide Oktoberfest und Messewochen, in denen sich die Preise verdoppeln können.

Wann ist das Oktoberfest 2027?

Vom 18. September bis 3. Oktober 2027 auf der Theresienwiese. Der Eintritt ist frei; verkauft werden nur Tischreservierungen, und zwar von den Festwirten. Buch Hotels Monate im Voraus: 2024 lagen die Zimmerpreise in München während des Festes im Schnitt bei 416 € pro Nacht, verglichen mit 175 € im Jahresdurchschnitt.

Was isst man in München?

Weißwurst mit Brezel und süßem Senf vor zwölf, Schweinebraten oder Schweinshaxe mit Knödeln, Obatzda und eine Leberkässemmel, dazu ein Helles oder ein Weißbier. Zum Frühstück ins Weisse Bräuhaus, mittags in einen Biergarten und abends in eine Bierhalle.

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